Themen:

Fasten

 
I - Unglaube, der Feind von Gebet & Fasten
II - nicht länger beherrscht vom Fleisch
III - auch etwas für dich
IV - ein Lebensstil
V - verschiede Arten von Fasten
Fasten - Aussagen

Fasten I - Unglaube, der Feind von Gebet & Fasten

Warum sollte man fasten?
Was auf Gottes schöner Erde sollte der Verzicht auf Essen für einen geistlichen Nutzen haben?

Nun, ich möchte dir zunächst sagen, was Fasten nicht ist:

  • Fasten dient nicht zum Abnehmen oder zur Diät
  • Fasten bewegt nicht Gott
  • Fasten bewirkt nicht, dass Gott dich endlich hört oder erhört

Wir beginnen im Neuen Testament und gehen dann zurück in das Alte. Dies ist notwendig, da Fasten für den wiedergeborenen Menschen wirkt und besonders Sinn macht. Nur dieser kann damit eine biblische Wahrheit umsetzen - aber dazu später noch mehr.

14 Und als sie zu der Volksmenge kamen, trat ein Mensch zu ihm und fiel vor ihm auf die Knie
15 und sprach: Herr, erbarme dich meines Sohnes, denn er ist mondsüchtig und leidet arg; denn oft fällt er ins Feuer und oft ins Wasser.
16 Und ich brachte ihn zu deinen Jüngern, doch sie konnten ihn nicht heilen.
17 Jesus aber antwortete und sprach: O ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! Bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann soll ich euch ertragen? Bringt ihn mir her!
18 Und Jesus bedrohte ihn, und der Dämon fuhr von ihm aus; und von jener Stunde an war der Knabe geheilt.
19 Da traten die Jünger für sich allein zu Jesus und sprachen: Warum haben wir ihn nicht austreiben können?
20 Er aber spricht zu ihnen: Wegen eures Kleinglaubens; denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berg sagen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er wird sich hinwegheben. Und nichts wird euch unmöglich sein.
21 Diese Art aber fährt nicht aus außer durch Gebet und Fasten.
(Mt 17, 14-21)

In den ersten Versen steht:

14 Und als sie zu der Volksmenge kamen, trat ein Mensch zu ihm und fiel vor ihm auf die Knie
15 und sprach: Herr, erbarme dich meines Sohnes, denn er ist mondsüchtig und leidet arg; denn oft fällt er ins Feuer und oft ins Wasser.

Auf zwei Dinge möchte ich hier unsere Aufmerksamkeit lenken:
  • Der Mann war demütig. Er fiel vor dem einzig wahren Gott auf die Knie.
  • Er war bestimmt und nicht unsicher.
    "Herr, erbarme dich meines Sohnes!" (Befehlsform / Imperativ).

16 Und ich brachte ihn zu deinen Jüngern, doch sie konnten ihn nicht heilen.

Die Jünger waren bekannt für Zeichen und Wunder und das Austreiben von Dämonen. Sie hatten von Jesus den Auftrag und die Vollmacht dazu. Und als Er seine zwölf Jünger herangerufen hatte, gab Er ihnen Vollmacht über unreine Geister, sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen, zu heilen (Mt 10, 1). Sie versuchten alles. Mit allem was in ihnen war, gaben sie alles und versuchten jedes bisschen Glauben in sich zu aktivieren. Sie merkten nicht, dass da Unglaube war - sonst hätten sie wohl kaum vor den Augen aller gebetet.

Wir sehen, es gibt eine Form vom Unglauben, der man sich gar nicht bewusst ist. Gott liebt uns und will nicht, dass wir entmutigt "den Schwanz einziehen", wenn jemand in unserem Leben nicht geheilt, errettet oder befreit wird.

Und weil Er uns liebt, wird uns Jesus nicht nur auf das Problem hinweisen, sondern uns auch den Weg zur Lösung zeigen.

17 Jesus aber antwortete und sprach: O ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! Bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann soll ich euch ertragen? Bringt ihn mir her!

Nun nennt Jesus zum ersten Mal die Ursache: "Oh, ungläubiges Geschlecht! Wie lange soll ich diese Dinge für euch tun?"

18 Und Jesus bedrohte ihn, und der Dämon fuhr von ihm aus; und von jener Stunde an war der Knabe geheilt.

Jesus bringt sofortige Hilfe! Alle Ehre sei Ihm. Er lässt uns nicht warten. Wenn wir uns zu Ihm wenden, stellen wir fest, dass er stets da ist.

19 Da traten die Jünger für sich allein zu Jesus und sprachen: Warum haben wir ihn nicht austreiben können?

Gut, dass die Jünger Ihn erst gefragt haben, nachdem sie mit Ihm alleine waren. Sonst hätte Jesus ihnen direkt über den Köpfen der versammelten Meute geantwortet: "Wegen eures Kleinglaubens" - das hätte niemand gerne gehört.

Ihre Frage war sehr ehrlich, sie wussten nicht, was da gerade passiert war. Warum konnten wir den Dämon nicht austreiben?

20 Er aber spricht zu ihnen: Wegen eures Kleinglaubens; denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berg sagen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er wird sich hinwegheben. Und nichts wird euch unmöglich sein.

Wegen Eures Kleinglaubens. Erneut, die Ursache ist kleiner Glaube oder Unglaube. Kleiner Glaube führt nicht zum Ziel. Mit Unglauben können wir Gott nicht gefallen. Er liebt den Senfkornglaube! Aber ist dieser denn nicht auch klein? Das Senfkorn sagt: "Ich habe alles in mir, um diese große Pflanze zu sein." Nichts wird dir unmöglich sein, wenn du Ihm/Jesus auf diese Art glaubst.

21 Diese Art aber fährt nicht aus außer durch Gebet und Fasten.

Jesus bleibt beim Thema, gemeint ist nicht ein besonders hartnäckiger Dämon. Der Teufel besitzt keine Macht, die es mit unserem Gott aufnehmen kann!

Diese Art von "Unglauben" fährt nur aus durch Gebet und Fasten.
Glaube wird gestärkt und der Unglaube wird eliminiert durch Gebet & Fasten.
Die Begrenzung ist in deinem Leben.
Was ist in dir, was nicht bereit ist, Gott zu folgen und IHM alles zu geben?
Was ist in dir und verhindert, dass du Menschen segnest?
Der Unglaube, von dem du nicht weißt, dass er dich und dein Leben behindert!

Werfen wir einen Blick auf den Zweitbericht in Markus 9.

14 Und als er zu den Jüngern kam, sah er eine große Volksmenge um sie her und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten.
15 Und sobald die ganze Volksmenge ihn sah, erstaunte sie sehr; und sie liefen herbei und begrüßten ihn.
16 Und er fragte sie: Worüber streitet ihr mit ihnen?
17 Und einer aus der Volksmenge antwortete ihm: Lehrer, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, der einen stummen Geist hat;
18 und wo er ihn auch ergreift, zerrt er ihn zu Boden, und er schäumt und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich sagte deinen Jüngern, daß sie ihn austreiben möchten, und sie konnten es nicht.
19 Er aber antwortete ihnen und spricht: O ungläubiges Geschlecht! Bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann soll ich euch ertragen? Bringt ihn zu mir!
20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und als der Geist ihn sah, zerrte er ihn sogleich; und er fiel zur Erde, wälzte sich und schäumte.
21 Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist es her, daß ihm dies geschehen ist? Er aber sagte: Von Kindheit an;
22 und oft hat er ihn bald ins Feuer, bald ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen, aber wenn du etwas kannst, so habe Erbarmen mit uns und hilf uns!
23 Jesus aber sprach zu ihm: `Wenn du das kannst? Dem Glaubenden ist alles möglich.
24 Sogleich schrie der Vater des Kindes und sagte: Ich glaube. Hilf meinem Unglauben!
25 Als aber Jesus sah, daß eine Volksmenge zusammenläuft, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du stummer und tauber Geist, ich gebiete dir: fahre von ihm aus, und fahre nicht mehr in ihn hinein!
26 Und er schrie und zerrte [ihn] heftig und fuhr aus; und er wurde wie tot, so daß die meisten sagten: Er ist gestorben.
27 Jesus aber nahm ihn bei der Hand, richtete ihn auf, und er stand auf.
(Mk 9, 14-27)

Ich möchte besonderes Augenmerk auf den Vater des Kindes lenken, denn genau wie die Jünger hatte er Unglauben, der ihn daran hinderte, das Problem zu lösen.

24 Sogleich schrie der Vater des Kindes und sagte: Ich glaube. Hilf meinem Unglauben!

Ich glaube, aber da ist noch ein Bereich des Unglaubens.
Ich glaube bis zu einem bestimmten Punkt (der das Problem nicht erledigt bekommt), und dann herrscht Unglaube.

Wir kennen das auch - wir beten und setzen unseren Glauben ein, doch der Berg hebt sich nicht. Frustriert stellen wir uns Fragen wie: Will Gott das nicht? Will Gott nur ihn heilen und mich nicht. Warum bewegt sich Gottes Arm nicht?

Nun, Gottes Arm muss sich nicht mehr bewegen, mit Jesus ist alles vollbracht. Er muss sich nicht bewegen, denn Sein Arm ist nicht festgefahren.

Wir müssen uns bewegen - hinein in IHN! Wir müssen uns bewegen, in eine Position, um von IHM zu empfangen.

Wenn es um Erweckung in unserem Land geht, hört man auch oft:

"Gott will hier hin keine Erweckung senden!"

Aber in einem anderen Land will er dann plötzlich? NEIN!
Gott hat kein Ansehen der Person, also auch kein Ansehen von Ländern!

"Gott, bewege Dich - schicke endlich eine Erweckung!"

Gott ist nicht festgefahren und er lahmt auch nicht. Vielleicht bewegen wir uns endlich mal, damit wir von Gott empfangen.

Wie können wir diesen Unglauben in unserem Leben stoppen und hineinwachsen in "nichts wird euch unmöglich sein"?
Bete nicht diesen Vers an und hänge ihn nicht nur an deinen Spiegel.

Beginne, Gott zu leben, habe Gemeinschaft mit IHM - bete und faste.

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